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(D) Bernard (Bruno) of Hollywood

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Bruno Bernard, S. Loren, Vintage 1958
Bruno Bernard, M. Monroe + manager, Vintage 50ties
Bruno Bernard, A. Ekberg, Vintage 1956
Bruno Bernard, L. Crawford, Vintage 1945
Bruno Bernard, M. Monroe, chocaolate advertisement, 1946, Vintage
Bruno Bernard, Vintage, 53-54, Marilyn Monroe portrait
Bruno Bernard, M. Monroe in evening dress, Vintage 40 ties
Bruno Bernard, Vintage, 1948-49, Marilyn Monroe portrait
Bruno Bernard, Marilyn Monroe, 7 year itch, 1954/later
Bruno Bernard, Vintage, Marilyn Monroe with guitar, 1953
Bruno Bernard, Vintage, 1946, Marilyn Monroe first sitting
Bruno Bernard, 1950, printed before 1987, Marilyn Monroe
Bruno Bernard, 53/54, Vintage, Marilyn Monroe with Sam Shaw
Bruno Bernard, Marilyn Monroe, pin up collage
Bruno Bernard, Marilyn Monroe, 1940, „Making the Grade
Bruno Bernard, Marilyn Monroe, 1946/Vintage, Hund
Bruno Bernard, Marilyn Monroe, 1952/Vintage, bathsuite
Bruno Bernard, , Marilyn Monroe , young portrait
Bruno Bernard, Marilyn Monroe, 1985/Vintage/Contaccollage
Bruno Bernard, Marilyn Monroe, Umbrella
Bruno Bernard, Marilyn Monroe, Miss San Diego
Bruno Bernard, Marilyn Monroe , cover shooting
Bruno Bernard, , Marilyn Monroe , crying after divorce
Bruno Bernard, , Marilyn Monroe with her favourite reporter
Bruno Bernard, Marilyn Monroe, Raquet Club
Bruno Bernard, Marilyn Monroe, Portrait as young girl
Bruno Bernard, , Marilyn Monroe, Layout for a book title
Bernard of Hollywood, 1954/Vintage, Kontaktbogen

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Biographie

in focus Galerie, Köln entdeckt einen der größten Glamourfotografen aller Zeiten:

Bruno Bernard - Bernard of Hollywood -

Preise Vintage: 1000 € - 4000 € / spätere Abzüge (vor 1987) 850 € - 2000 €

1911 wurde er in Berlin geboren, 1937 musste er aus Nazi-Deutschland emigrieren, weil er wegen seines Engagements für die jüdische Studentenbewegung auf der schwarzen Liste der Gestapo stand. Sein Ziel waren die USA, er hatte einen Dollar bei sich und eine Rollei-Kamera, die er zum 11. Geburtstag bekommen hatte. Obwohl er promovierter Jurist war, machte er die Fotografie zu seinem zweiten Beruf. Auf dem Sunset Strip eröffnete er 1942 sein erstes Studio, Dependancen in Las Vegas und Palm Springs folgten. Er fotografierte Filmlegenden - John Wayne, Elizabeth Taylor, Sophia Loren, Marilyn Monroe und viele andere. Als erster Portraitfotograf wurde er 1984 von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences mit einem Oscar ausgezeichnet. Bei der Verleihung sagte er, es sei immer sein Ziel gewesen, "den Wesenskern" seiner Modelle einzufangen. Ihm ging es um die Persönlichkeit seiner Schönen. Seine Vorstellung vom perfekten Modell war das "natürliche, normale amerikanische Mädchen".
Eine seiner berühmtesten Aufnahmen ist das Foto von Marilyn Monroe, auf dem sie über dem Lüftungsschacht der U-Bahn steht und ihr weißer Plisseerock in die Luft geblasen wird. Es entstand 1954 während der Filmaufnahmen zu "Das verflixte 7. Jahr".
Nicht nur Schauspieler und Schauspielerinnen zählten zu seinen Modellen - er fotografierte auch Stripperinnen und Showgirls. Fotos, die oft zensiert wurden und heute als Kunstwerke gelten.

Die in focus Galerie hat im Bestand eine große Auswahl seiner überaus seltenen Fotografien - überwiegend Vintage-Prints aus den 40 - 60 er Jahren mit Portraits großer Stars wie  Anita Ekberg, Sophia Loren, Jane Russell, Jayne Mansfield, Tony Curtis, Monique van Vooren, Joan Crawford, Spencer Tracey, Yul Brunner, Gregory Peck, John Wayne, Clark Gable, Bob Hope, Rita Hayworth, Orson Wells, Stewart Granger, Errol Flynn, Gary Grant, Lily St. Cyr und eine sensationelle Sammlung mit Fotografien von Marilyn Monroe und viele seiner Pin Up Fotografien. Auf dieser Seite finden Sie nur eine kleine Auswahl.

Bruno Bernard fotografierte das erste Titelbild für das Magazin "Romances", 1946 mit der noch unbekannten Norma Jean Baker - spätere Marylin Monroe. Fast zeitgleich ermöglichte Bruno Bernard Norma Jean Baker über seine Hollywood Beziehungen einen ersten Filmvertrag bei FOX.

 

Ohne Zweifel kann Bernard of Hollywood als der Entdecker von Marylin Monroe gelten.

In den 60ern verließ Bruno Bernard Hollywood. Er verkaufte seine Studios und kehrte in seine Heimatstadt Berlin zurück: Dort veröffentlichte er Bücher, arbeitete als Portraitfotograf und Fotojournalist, z. B. für den "Spiegel". 1965 zog er nach Mallorca. Dort fotografierte er zahlreiche Berühmtheiten (Marianne Koch, Theo Lingen, Curd Jügens, Gerd Fröbe, Miss Germany Ingeborg Martin, Lillian Müller, Senta Berger, Elisabeth Volkmann, Nadia Tiller, Charles Aznavour, Klaus Jürgen Wussow u.a.) sowie viele Titelmädchen für Magazine wie "Neue Revue", "Bunte" usw. Auch aus dieser Zeit besitzt die in focus Galerie zahlreiche Originalfotografien.
1987 starb Bruno Bernard.



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Ausstellungen

Kölnische Rundschau, 11. Mai 2005
Von Thomas Linden

Weil er sich in der jüdischen Studentenbewegung engagiert hatte, war die Gestapo Bruno Bernard auf den Fersen. Aber der promovierte Jurist konnte fliehen und emigrierte 1937 in die USA. Nur ein paar Habseligkeiten waren ihm geblieben, darunter eine Rollei-Kamera, die er zu seinem elften Geburtstag geschenkt bekommen hatte. Sie sollte sich als unerhört wertvolles Arbeitsinstrument erweisen. Denn Bernhard liebte die Frauen und er vermochte in seinen Fotos von seinem Begehren für sie zu erzählen. Dort, wo weibliche Schönheit am höchsten gehandelt wurde, auf dem Sunset Strip, eröffnete er 1942 sein erstes Fotostudio. Bruno Bernard wurde einer von Hollywoods bekanntesten Glamour Fotografen. Die Filmindustrie wusste, was sie ihm schuldig war und zeichnete ihn 1984 mit einem Oscar aus.
Eine delikate Auswahl seiner Arbeiten ist derzeit in der Galerie in focus zu sehen. Viele große Namen sind darunter, Clark Gable, John Wayne, Yul Brunner, aber zu großer Form lief Bernard bei den weiblichen Stars und Starletts auf. Sofia Loren zeigte er mit aufgeworfenem Kussmund, Ava Gardner lichtete er leicht bekleidet hinter der Scheune ab, Betty Grable vermochte er zu einer transparenten Bluse zu überreden. Bernards Fotos wollten sexy sein, und damit sie dieses Ziel überzeugend einlösen konnten, bedurfte es einer Spur luzider Ironie. Die lässt sich jedoch nur herstellen, wenn Fotograf und Modell mit den Posen der Glamour-Fotografie spielen und die Grenzen ästhetischer Konvention immer einmal wieder zu erweitern verstehen.
Wie überzeugend Bruno Bernard sein weibliches Gegenüber beim Spiel mit der Kamera als Komplizin gewinnen konnte, beweist eine Serie mit Aufnahmen von Marilyn Monroe. Sie hat er vom Beginn ihrer Karriere als Mädchen von nebenan mit glänzend roten Wangen und wuchtigen Gesichtszügen fotografiert. Später begegnet man ihr dann als katzenhaftem Vamp. Bernard fotografiert sogar ihr Weinen, ihm zeigte sie es, beim ihm wirkte sie gelöst wie selten.
Aber Bruno Bernhard dokumentiert selten, er bereitete die jungen Damen, die oftmals aus der zweiten Schauspielreihe stammten, mit optischer Finesse zu. Lily St. Cyr etwa als entblößte Indianerin. Es ist immer eine verführerische Note dabei, ein Lächeln im Mundwinkel, das nicht zuletzt den Betrachter belächelt. Wie intelligent er das Geschäft mit den Schönen und Berühmten betrieb, zeigt sich in Bernards Paarbildern, auf denen Bob Hope und Jane Russell oder Tony Curtis und Janet Leigh zu sehen sind. Stets sind sich die Fotografierten der Kamera bewusst. Glamour ist nichts anderes, als die Vorstellung, dass Schönheit beneidenswert sei. An sie sollten die Kinobesucher glauben, in Bernards Bilder ist aber auch die ironische Entlarvung dieses Traums enthalten.


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Bibliographie

Bruno Bernard - Bernard of Hollywood

- Pin-ups: a Step Beyond, Bernard of Hollywood, Los Angeles 1950
- Figure Photography, Vol. 6, 1956
- Israel, Bernard`s Photographic Impressions, Tel Aviv, 1964
- Liebelei mit der Kamera, Bonn 1986
- Schönheit war ihr Schicksal, Glanz und Elend der Covergilrs, München 1981
- Requiem for Marilyn, The Kensal Press, Abbotsbrook 1986
- Bernard of Hollywood´s Marilyn, St. Martin´s Press, New York 1993
- Bernard of Hollywood Pin-ups: Blondes!, Time Warner, New York 1997
- Bernard of Hollywood Pin-ups: Brunettes!, Time Warner, New York 1997
- Bernard of Hollywood Pin-ups: Redheads!, Time Warner, New York 1997
- Bernard of Hollywood, Taschen, Köln 2002, Bruno Bernard - Bernard of Hollywood