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fotografen
Floris M. Neusüss (D)
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| Floris Michael Neusüss, Selbstportrait, 1983 |
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| Floris Michael Neusüss, Januskopf 2, 1988 |
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| Floris Michael Neusüss, Tellerbild I, 1974 |
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| Floris Michael Neusüss, Tellerbild II, 1974 |
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| Floris Michael Neusüss, Mohn I, 1991 |
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| Floris Michael Neusüss, Mohn II, 1991 |
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| Floris Michael Neusüss, Sonnenblume, 1998 |
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| Floris Michael Neusüss, ULO, 1994 |
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| Floris M. Neusüss, "filled head", 2003, special edition |
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| Floris M. Neusüss, "filled head, a", 2003 |
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Biographie
Floris Neusüss (Preise 400 € - 50000 €)
geb. 1937 Lennep / Deutschland: Fotografie, Fotogramme, Texte experimentelle und konzeptuelle Fotografie, "Nudogramme", Professor, Lehrer, Kurator, Autor in Theorie und Fotopraxis schwerpunktmäßig Auseinandersetzung mit dem Fotogramm.
1954 erste Fotogramme
ab 1960 Körperfotogramme
1964 chemische Malerei auf Körperfotogramme
1971 Professur für experimentelle Fotografie an der Kunstakademie (heute Universität) Kassel
1971 - 75 Arbeiten zur fotografischen Syntax
1977 Körperauflösungen und Fotogrammperformances
1982 Fotogrammportraits
1984 "Nudogramme", lebensgroße Körperfotogramme und Nachtbilder
1989 ULO-Fotogramme
1972 documenta 5, Kassel
1978 Fotogramme "open air"
1979 Publikation "Fotografie als Kunst - Kunst als Fotografie"
1983 Münchner Stadtmuseum: Fotogramme -die lichtreichen Schatten"
1984 Nachtbilder
1995 Hermann-Claasen-Preis
2000 Galerie Moritzburg, Halle: "ULOs - Unidentifiable Lying Objects"
Floris Neusüss ist seiner Technik und seinen Motiven über einen Zeitraum von nunmehr vierzig Jahren, in denen sich ein beispielloser Wandel in der Bewertung der Fotografie vollzogen hat, treu geblieben. Während heute niemand mehr an der Möglichkeit zweifelt, Kunst mit Fotografie zu machen, Fotoarbeiten in Ausstellungen zeitgenössischer Kunst in großer Zahl vertreten sind, sich Philosophen, Kunsthistoriker und Medienkritiker ganz selbstverständlich mit Fototheorie beschäftigen und auch der naive Glaube, an die Authentizität des fotografischen Abbild längst verabschiedet ist, gehörten um 1960, als Floris Neusüss seine Arbeit mit Körperfotogrammen begann, Engagement und Risikobereitschaft dazu, sich dieser Technik zuzuwenden. Im Verlauf seines rund vierzigjährigen Schaffens erlebte er eine enorme Ausbreitung von Literatur und Ausstellungen zum Thema Fotografie; ohne seine künstlerischen, publizistischen und kuratorischen Aktivitäten wäre der Bereich des Fotogramms jedoch noch immer ein vernachlässigtes Randgebiet.
Obwohl das Studium des menschlichen Körpers seit Erfindung der Fotografie eines der wichtigsten Themen gewesen ist, war der Körper in den frühen Fotogrammen, von gelegentlichen Handabdrücken abgesehen, kein Bildgegenstand. Erst Neusüss hat den ganzen Körper konsequent und über Jahre hinweg immer wieder in seinen Arbeiten festgehalten und dem Körperbild eine beinahe magische Leiblichkeit gegeben. Floris Neusüss Werk steht, was die Dichte und Vielfalt des Körper- und Köpfefotogramms betrifft, singulär in der Fotogeschichte. Je nachdem, wie lange die auf oder vor dem lichtempfindlichen Papier liegenden Köpfe und Körper belichtet werden, wie groß der Abstand der Teile zum Papier ist, ob sie sich bewegen oder welcher Art und Anordnung die Lichtquelle ist, entstehen fluktuierende Helligkeitswerte, Überlagerungen von Graustufen, diffuse Konturen und scharfe Auflagenränder. Auch wenn die traditionelle Figur- Grund - Problematik Ausgangspunkt seiner Experimente auf dem Gebiet der Köpfe- und Körperfotogramme ist, findet Neusüss schnell zu immer neuen Gestaltungselementen. Er arbeitet mit Positionsänderungen, Überblendungen, Mehrfachbelichtungen, Solarisationen und unterschiedlichen Lichtrichtungen, erstellt und kombiniert positive und negative Fotogramme, so dass teilweise narrative Anmutungen oder Bildsequenzen entstehen. Mit Mehrfachbelichtungen erzeugt Neusüss transparente Tonstufen in den Durchdringungsfiguren und es ergeben sich Scheinräume voll verblüffender Verläufe, malerisch wirkender Gradationen, plastischer Körnung und vieldeutiger Interferenzen. (Auszüge aus einem Text von Jessica Ullrich)
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Ausstellungen
Floris M. Neusüss - Auswahl / Selection
2005
- Art International, Zürich
- Floris Neusüss - Schattenwesen - Lichtgestalten, Kunstverein Augsburg
- KunstKöln Messe mit in focus Galerie, Köln
2004
- Von Körpern und anderen Dingen Museum Bochum
- On bodies and other things Moscow House of Photography, Moskau
- Von Körpern und anderen Dingen Deutsches Historisches Museum, Berlin
2003
- Neue Galerie, Kassel
- in focus Galerie, Köln
- On the Body and Other Things City Gallery, Prag
- Floris M. Neusüss, Glyptothek München
2001
- Staatliche Galerie Moritzburg, Halle
1999
- in focus Galerie, Köln
- camera work, Berlin
1997
- Rheinisches Landesmuseum, Bonn
1995
- New York, Sander Gallery
1992
- Heidelberg, Kunstverein
1983
- München, Fotomuseum
1976
- London, photographers gallery
1963
- Köln, photokina, kuratiert von L. Fritz Gruber
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Bibliographie
Floris M. Neusüss - Monographien/Monographs
- Neusüss, Fotografie 1957 - 1977, Kat. Kasseler Kunstverein
- Neusüss, Fotogramme - die lichtreichen Schatten, Kassel 1983
- Neusüss, Das Fotogramm in der Kunst des 20. Jahrhunderts, Köln 1990
- Neusüss, Nachtstücke, Fotogramme 1957 - 1997, Köln 1997
- Neusüss, ULO´s Wunderbar, Düsseldorf 2000
- Neusüss, Körperbilder, Halle 2001
- Neusüss, Kunst und Fotografie - Floris Neusüss und die Kasseler Schule für Experimentelle Fotografie
1972 - 2002, Marburg 2003
- Neusüss, Anteidola, München Glyptothek 2003
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